Verödungsbehandlung (Sklerosierungstherapie, Schaumsklerosierung)

Bei der Sklerosierung einer Krampfader wird mit einer feinen Nadel ein Medikament in die erkranke Vene gespritzt. Die moderne Medizin verwendet Polidocanol(Aethoxysklerol) in einer Dosierung von 0,25% bis 3 %. In Abhängigkeit von der Venenlage und Venengröße ist eine Behandlung mit einem aufgeschäumten Verödungsmittel unter Sonographiekontrolle möglich.

Bei der Sklerosierung kommt es zu einer irreversiblen Veränderung der Gefäßinnenwand mit vorläufigem Verschluss der Vene.

Die anschließend durchgeführte Kompressionstherapie (tags für 2 – 4 Wochen) und körpereigene Heilungsprozesse führen zu einem dauerhaften Verschluss der behandelten Vene. Diese Vene wird nicht mehr für den Blutaustausch benötigt und baut sich zu Bindegewebe um. Das Blut sucht sich einen neuen Weg durch die gesunden Venen.

Die Erfolgsrate der Verödung liegt bei ca. 80 – 90%.

Die Verödungsbehandlung ist fast schmerzfrei und hinterlässt keine Narben.

Oft genügt schon eine einzige Sitzung. Bei ausgedehntem Befund sind zwei bis drei Sitzungen notwendig.

Eine Arbeitsunfähigkeit ist nicht notwendig.

Je nach Veranlagung entstehen früher oder später aus vorher gesunden Venen erneut Krampfadern, die sich allerdings ebenfall behandeln lassen.

Risiken und Nebenwirkung sind vor allem:

  • Hautrötung und Erwärmung der Haut über den verödeten Venen
  • Hyperpigmentierung (braune Verfärbung)