Patienteninfo zur OP Planung




Bei Ihnen ist eine ambulante Operation in örtlicher Betäubung, Regionalanästhesie oder allgemeiner Betäubung (Vollnarkose) vorgesehen.


Vor der Operation


Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie sich kurz vor Ihrem Operationstermin (ca. 6 Wochen) bei Ihrem Hausarzt (Arzt für Allgemeinmedizin, Praktischer Arzt oder Arzt für Innere Medizin) vorstellen und diesen bitten, folgende Untersuchungen zu veranlassen:

Laboruntersuchungen:

  • Kleines Blutbild mit Thrombozyten
  • Serumelektrolyte: Kalium
  • Serumkreatinin
  • Blutzucker
  • Gamma-GT
  • Quick-Wert und PTT



  • EKG:

    Sollten Sie älter als 60 Jahre sein, benötigen wir darüber hinaus eine - Röntgenuntersuchung der Thoraxorgane.

    Bitte bringen Sie die entsprechenden Befunde zum Vorgespräch ca. 2 Wochen aber spätestens 1Tag vor der geplanten Operation mit.

    Damit Narkose und Operation für Sie angenehm und mit größtmöglicher Schonung und Sicherheit verlaufen, sollten Sie folgendes beachten und wissen:

    Am Operationstag:


  • nichts Essen oder Trinken wenn eine Operation in Narkose oder kurzer Schlaf geplant ist
  • nicht rauchen, keinen Kaugummi kauen
  • bitte nicht schminken, Nagellack entfernen
  • Ihre gewohnten Medikamente nach dem Aufstehen mit einem Schluck Wasser einnehmen
  • für Diabetiker: Tabletten zur Senkung des Blutzuckerspiegels und Insulin nur nach Rücksprache mit dem Anästhesisten anwenden
  • Blutverdünnende Medikamente umstellen oder pausieren ( ASS 7 Tage Pause vor OP )


  • Bitte, informieren Sie uns über:

  • Akute fieberhafte Infekte
  • Eingenommene Medikamente
  • Zeitpunkt der letzten Nahrungs- bzw. Flüssigkeitsaufnahme
  • Beim Vorgespräch können Sie uns nach allem fragen, was Sie im Zusammenhang mit der Operation und Narkose interessiert. Bitte, notieren Sie auf dem Anästhesie-Fragebogen die Punkte, die Ihnen besonders wichtig sind.

    Aufklärungsgespräch und körperliche Untersuchung dienen neben Ihrer Information dazu, dass wir uns ein genaues Bild über Ihren Gesundheitszustand machen können. Unsere Aufgabe ist es, jedes vermeidbare Risiko auszuschalten.

    Unmittelbar vor dem Eingriff:


  • die Blase entleeren
  • herausnehmbare Zahnprothesen entfernen
  • Kontaktlinsen herausnehmen
  • Uhr und Schmuck ablegen



  • Im Operationssaal geschieht Folgendes:


  • es wird bei Bedarf eine Venenkanüle gelegt
  • Überwachungsgeräte zur Kontrolle von Kreislauf und Atmung werden angeschlossen


  • Bei Narkosen geschieht im Op - Saal folgendes:


  • über die Kanüle werden Medikamente zur Vorbereitung des Organismus auf die Narkose zugeführt: Sie merken dann, dass die Augen schwer werden
  • anschließend erfolgt die Gabe des Einschlafmittels.


  • Das Einschlafen wird meist als angenehm empfunden. Bei länger dauernden Narkosen wird nach dem Einschlafen eine Maske in den Mund vor den Kehlkopf gelegt (LAMA) oder ein Schlauch in die Luftröhre eingeführt (Intubation); dadurch kann es nach der Narkose vorübergehend zu Halsbeschwerden kommen. Der Sicherheitsgewinn durch die Intubation überwiegt jedoch bei weitem diese Belästigung.

    In der Regel fühlen Sie sich nach der Narkose wohl und können nach 2 bis 4 Stunden die Praxis in Begleitung verlassen oder mit dem Krankentransport nach Hause gefahren werden (Eine Planung ist vor der Operation notwendig). Voraussetzung ist, dass die Kreislaufreaktion völlig in Ordnung ist.

    Nach der Narkose:

  • nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen (nicht selbst Autofahren)
  • keinen Alkohol trinken, nicht rauchen
  • keine Maschinen bedienen
  • außerdem sollten Sie keine wichtigen Entscheidungen treffen


  • Diese Einschränkungen gelten für einen Zeitraum von 24 Stunden.

    Zu Hause:


  • sorgen Sie dafür, dass Sie Unterstützung durch andere Personen haben.
  • nehmen Sie bei Schmerzen die verordneten Medikamente in der vorgeschriebenen Dosierung
  • bei Übelkeit oder Erbrechen nehmen Sie 2x1pro Tag Zäpfchen "Vomex A" (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich
  • falls vom Operateur keine anderen Empfehlungen gegeben werden, können Sie wie folgt mit der Nahrungsaufnahme beginnen: schluckweise trinken, dazu Zwieback, Knäckebrot o. ä. für 2-4 Stunden nach der OP; bei guter Verträglichkeit weiter leichte Kost nach Appetit und reichlich Flüssigkeit ohne Kohlensäure.


  • Sollten Probleme auftauchen, erreichen Sie uns unter mitgegebener Telefonnummer:



    Patienteninfo postoperativ



    Krampfaderoperation in Tumeszensanästhesie mit Laser - oder Radiowellentherapie


    Was passiert nach einer Krampfaderoperation?


    Sicher interessiert Sie, was Sie alles nach einer Krampfaderoperation machen und was Sie wie lange besser nicht machen sollten?

    Essen und Trinken?


    Am OP Tag können Sie nach der Operation wieder alles essen, jedoch sollten Sie dabei immer eine leicht verdauliche Kost bevorzugen.

    Sie sollten in jedem Fall viel trinken (Wasser und Tee), denn nach einer OP besteht immer ein erhöhter Stoffwechsel.

    Rauchen?


    Grundsätzlich sollten sie nach einem operativen Eingriff nicht rauchen, da das Rauchen einen negativen Effekt auf die Wundheilung hat und Wundheilungsstörungen vermehrt auftreten können.

    Schmerzen?


    Insbesondere bei Bewegung oder Lagewechsel bestehen in der Region des operierten Beines je nach Schmerzempfindlichkeit leichte bis mittelgradige Schmerzen. Das ist im Sinne von Wundschmerzen ganz normal. Ggf. können Sie ein leichtes Schmerzmittel (kein Aspirin – ASS) einnehmen.

    Bei stärkeren Schmerzen sollten Sie auf jeden Fall umgehend meine Sprechstunde aufsuchen oder Kontakt aufnehmen. Umschriebene Schwellungen und Blutergüsse im OP-Gebiet, die sich auch gelegentlich bis in die Leistenregion verteilen, sind möglich und auch wieder nach 1 bis 3 Tagen rückläufig. Auf Grund der operativen Versorgung können Schwellungen am Bein entstehen, die bisweilen erst nach 1 Woche resorbiert werden.

    Die Blutergüsse und manchmal auch Sensibilitätsstörungen und Verhärtungen im Venenverlauf gehen langsamer zurück und verschwinden in der Regel nach insgesamt 4 bis 6 Wochen.

    Sie sollten bei Bedarf in der 1. Woche das OP-Gebiet täglich 2 - 3 x für ca. 10 – 20 Minuten mit einem Coolpack kühlen.

    Bei Rötungen und Schwellungen sowie Fieber sollten Sie umgehend die Sprechstunde aufsuchen.

    Duschen- Pflege?


    Die Wunde wurde mit einem nichtresorbierbaren Nahtmaterial vernäht, d. h., die Fäden müssen ca. 8 Tage nach der Operation entfernt werden. Bereits 72 Stunden nach der OP können Sie duschen. Vollbäder oder die Verwendung von Badezusätzen oder Seifen sind nicht zu empfehlen. Mit Pflastern Duschen und dann das Schutzpflaster nach dem Duschen erneuern. Nach Entfernung der Hautfäden empfehlen wir eine Narbenpflege mit Kakaobutter oder Bepanthensalbe für ca. 3-4 Wochen.

    Körperliche Belastung?


    Gönnen Sie sich nach der Operation Ruhe (liegen- nicht so viel sitzen) und kleine Spaziergänge in der Wohnung.

    Beim Heben und Tragen von Lasten bestehen auf Grund der unterschiedlichen OP-Techniken individuelle Unterschiede, über die wir Sie im Einzelfall nach OP unterrichten:

    Grundsätzlich gilt im Durchschnitt:

    Nach 1 bis 2 Tagen: alltägliche Verrichtungen

    Für die ersten 2 Wochen: leichte körperliche Belastung

    Nach 2 Wochen: volle Belastung ohne Einschränkung

    Nach 4 Wochen: Sauna und Solarium, Ausdauersport

    Ambulant?


    Nach einer ambulanten Operation sind sie für 24 Stunden im juristischen Sinne geschäftsunfähig. Lassen Sie sich bitte nach der Operation von einer volljährigen Begleitperson abholen.

    Beachten Sie bitte, dass Sie nach einem ambulant durchgeführten Eingriff für insgesamt 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Für 24 h nach der Operation muss eine volljährige Person die Überwachung übernehmen und bei Problemen und im Notfall den Notarzt oder den Operateur (Visitenkarte der Praxis) anrufen.

    Ab dem Tag nach der Operation


    Am Tag nach der Operation bitten wir Sie, in unserer Praxis zu erscheinen. Der Verband wird hier das erste Mal gewechselt. Der Kompressionsverband oder – Strumpf sollte bis dahin belassen werden.

    Die Handhabung der Thromboseprophylaxespritze, die alle 24 Stunden ab OP unter die Haut zu spritzen ist, zeigen wir Ihnen bei Bedarf nochmals. Bei Unverträglichkeit bitte sofort den Arzt konsultieren.

    Der Kompressionsstumpf wird nun nur noch tags für 6 Wochen getragen.